Wildcampen Deutschland – Eine gute Idee?

Euer Urlaub 2020 wurde wegen Corona abgesagt? Und jetzt sind alle deutschen Campingplätze bereits ausgebucht? Dann habt ihr bestimmt schon einmal übers wildcampen nachgedacht. Hier erfahrt ihr, ob Wildcampen in Deutschland überhaupt erlaubt ist und ob sich das Abenteuer lohnt.

Was sagt das Gesetz? Wenn ihr mit eurem Van oder Wohnmobil verreist, dürft ihr auf allen Parkplätzen im Van übernachten, auf denen es nicht ausdrücklich verboten ist. Und zwar für eine Nacht – aber nicht länger! Diese „Fahrtunterbrechung“ dient offiziell nur der „Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit“. Wo die Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit aufhört und das „Campen“ anfängt, ist schwer zu sagen. Wenn ihr ein Zeitfenster von zehn Stunden einhaltet, seid ihr auf der sicheren Seite. Um nicht unnötig aufzufallen, solltet ihr die Markise und den Grill aber lieber im Van lassen. Dass so ein sorgloses Urlaubsgefühl aufkommt, ist eher unwahrscheinlich.

Wenn ihr nur mit einem Zelt unterwegs seid, wird es sogar noch komplizierter. Laut Bundesnaturschutzgesetz dürft ihr euer Zelt nicht in Naturschutzgebieten und Wäldern aufbauen. Wenn sich der Waldabschnitt aber in Privatbesitz befindet und ihr den Besitzer freundlich nach einer Erlaubnis fragt, wünschen wir euch angenehme Träume.

In der freien Landschaft unterscheidet das Gesetz zwischen dem Schlafen im Zelt und dem Schlafen im Schlafsack (Biwakieren). Es gibt keinen Abschnitt, der den Aufbau eines Zeltes in freier Landschaft explizit verbietet. Doch in Deutschland erkennt ihr in vielen Fällen nicht, ob ihr euch auf privatem Grund befindet. Wir raten euch deshalb vom Zelten in freier Landschaft ab.

Hingegen ein Biwak in freier Landschaft zu errichten, ist in Deutschland nicht ausdrücklich per Gesetz geregelt. Laut §59 des Bundesnaturschutzgesetzes steht jedem das „Betreten der freien Landschaft auf Straßen und Wegen sowie auf ungenutzten Grundflächen zum Zweck der Erholung“ zu. Da Schlaf der Erholung dient, fällt er streng genommen auch darunter. Sprich: Ein mehrstündiges Dösen im Biwak wird nicht explizit verboten. Ein „längeres Verweilen“ hingegen schon. Wann „kürzer“ aufhört und „länger“ anfängt, bleibt eine gesetzliche Grauzone.

ACHTUNG: Was man in der Natur darf und was nicht, wird dank Föderalismus in jedem Bundesland einzeln geregelt. Ihr kommt nicht drum herum, euch mit den Naturschutz- und Waldgesetzen des entsprechenden Bundeslandes zu befassen.

Wenn ihr euch über die Rechtslage informiert habt und fürs rastlose Wildcampen Deutschland entscheidet, bedenkt vorher: Erholung sieht anders aus. Ihr bewegt euch ständig im juristischen Grenzbereich und könnt nirgends länger bleiben als zehn Stunden. Egal, ob ihr mit einem Van, Zelt oder Biwak unterwegs seid. Außerdem stehen weitere Fragen im Raum: Wo füllt ihr euer Wasser auf? Wo geht ihr duschen und auf Toilette? Fühlt ihr euch nachts allein sicher? Wie schützt ihr euch vor Tieren?  Wo ist die nächste Steckdose? Wo entsorgt ihr euren Müll?

Dieser Stress muss nicht sein. Wenn ihr Wert auf Komfort und Gesellschaft legt, sichert euch einen Platz in einem unserer Pop-Up Camps. Ihr habt Zugang zu Strom und Wasser und unsere Security gibt euch nachts ein sicheres Gefühl. Und das alles legal und zu einem fairen Preis. Also fahrt eure Markise aus, heizt den Grill an und genießt euren Urlaub 2020. Hier könnt ihr euren Urlaub buchen.